Toilettenpapierrolle
Harter Stuhlgang, Verstopfung … Einige dieser Beschwerden lassen sich durch eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung in den Griff bekommen.

Harter Stuhlgang ist eines der häufigsten Verdauungsprobleme. Dabei ist längst bekannt: Ihr Darm hat einen direkten Einfluss auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden, denn er ist ein großer Energielieferant. Darüber hinaus befinden sich im Darm an die 70 Prozent Ihrer Abwehrzellen. Gönne dem Multitalent in Ihrer Mitte also etwas Aufmerksamkeit. Sie werden schnell merken, dass davon der ganze Körper profitiert.

Harter Stuhlgang und seine Ursachen

Zu fester Stuhlgang ist so weit verbreitet wie unangenehm. Die unmittelbare Ursache: Die zerkaute Nahrung bewegt sich zu langsam durch den Darm, dabei wird ihr Flüssigkeit entzogen. Es kommt zu nicht gerade geschmeidigem Stuhlgang bis hin zu Verstopfungen. Das ist nicht nur unangenehm. Harter Stuhlgang begünstigt auch Hämorrhiden, Analfissuren und die Divertikelkrankheit. Die tatsächlichen Ursachen für harten Stuhl können das Reizdarmsyndrom, Nervenkrankheiten, eine Schilddrüsenunterfunktion oder Darmerkrankungen wie Morbus Crohn sein. Auch Medikamente oder Darmtumore können die Darmbewegung ungünstig beeinflussen. In der Regel sind die Hintergründe aber deutlich harmloser: Wir bewegen uns zu wenig, trinken zu wenig Flüssigkeit und nehmen zu wenig Ballaststoffe zu uns.

Ernährung bei hartem Stuhlgang

Fangen wir bei der Ernährung an: Sie sollten viel frisches Obst und Gemüse essen, denn sie enthalten wenig Kalorien und viele Vitalstoffe. Ihr Darm bekommt zum Beispiel durch den Verzehr von frischem Sauerkraut ordentlich etwas zu tun. Besonders wichtig sind dabei die sogenannten Ballaststoffe. Diese unverdaulichen Nahrungsbestandteile können Ihre Körpermitte besonders gut unterstützen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von mindestens 30 Gramm Ballaststoffen, vor allem aus Vollkornprodukten, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten. Menschen mit Neigung zu chronischer Verstopfung werden 32 Gramm angeraten. Besonders Weizenkleie, Flohsamen und Leinsamen sind dabei wahre Ballaststoffbomben. Sie sind in der Lage, im Dickdarm Wasser zu speichern, d.h. sie quellen im Darm und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen.

Wo finde ich Ballaststoffe?

Besonders Weizenkleie, Flohsamen und Leinsamen sind wahre Ballaststoffbomben. Sie sind in der Lage, im Dickdarm Wasser zu speichern, d.h. sie quellen im Darm und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen. Lösliche Ballaststoffe, wie sie in Hafer, Haferkleie, Gerste, Gerstenkleie, Akazienpulver und Maisdextrin vorkommen, tragen regelmäßig verzehrt zusätzlich zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels bei. Sogenannte Präbiotika gehören ebenfalls zu den unverdaulichen Ballaststoffen, sie fördern im Dickdarm das Wachstum bestimmter Darmbakterien wie zum Beispiel der Bifidobakterien, hemmen unerwünschte Keime und wirken regulierend auf die Darmtätigkeit. Von Natur aus vorhanden sind Präbiotika in pflanzlichen Lebensmitteln wie in Topinambur, Zichorienwurzel, in Chicorée oder auch in Knoblauch und Zwiebeln enthalten.

Viele Ballaststoffe viel trinken

Damit Ballaststoffe richtig genutzt werden können, ist viel Flüssigkeit erforderlich. Besonders unlösliche Ballaststoffe saugen im Dickdarm wie ein Schwamm große Wassermengen auf und können so ein 15-Faches ihres Eigengewichts erreichen. Durch das Aufquellen dehnen sie die Darmwand und signalisieren den Muskeln, den Nahrungsbrei weiterzuschieben. Dies beugt Verstopfung und dem Auftreten von Divertikeln vor. Trinken Sie daher zusätzlich, besonders bei ballaststoffreicher Kost, mindestens 1,75 bis zwei Liter Flüssigkeit. Dann ist harter Stuhlgang für Sie bald Geschichte.

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Kräutertees gegen harten Stuhlgang

Nicht nur Wasser ist dafür eine gute Quelle, auch ungesüßte Kräutertees sind bei Magen- und Darmproblemen ein bewährtes Mittel. Ob Kamille, Anis, Fenchel oder Kümmel – Kräuteraufgüsse haben einen zusätzlichen positiven Effekt auf Ihr Verdauungssystem. Die enthaltenen ätherischen Öle unterstützen die Verdauung auf natürliche Weise, indem sie krampflösend und blähungstreibend wirken. Also: nicht abwarten, sondern Tee trinken! Sollten die Tipps hier nicht helfen oder wenn Sie von vorne herein auf Nummer Sicher gehen willst, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen und Sie gründlich untersuchen lassen.

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